Schulleitung in einer selbstwirksamen Schule Standards der Johanna-Eck-Schule

Über die im Schulgesetz für Berlin formulierten Aufgaben der Schulleiterin oder des Schulleiters hinaus hält das Kollegium der Johanna-Eck-Schule als Schule, deren Prinzip die Selbstwirksamkeit der in ihr tätigen und lernenden Menschen ist, folgende Eigenschaften in Form entsprechender Standards für eine Schulleiterin bzw. einen Schulleiter für wünschenswert:

Schulleitung hat die Aufgabe durch kompetente inhaltliche und organisatorische Arbeit dafür zu sorgen, dass sich die Schule als Ganzes positiv entwickelt und innerhalb der Schule vielfältige Aktivitäten und Initiativen so umfassend wie möglich eigenverantwortlich entstehen und arbeiten können. Sie ist verantwortlich für deren Koordination im Rahmen des gültigen Schulprogramms und muss selbst offen und in der Lage sein, initiativ und innovativ wirksam zu werden. Sie ist verantwortlich für die Gewährleistung einer ‚guten Schule’ als Lern- und Lebensraum für die Schüler/innen und die Gestaltung des Arbeitsplatzes der Kolleg/inn/en. Nach außen muss sie die Schule qualifiziert positionieren und eine offensive Öffentlichkeitsarbeit betreiben, wozu auch die Arbeit mit Kooperationspartnern und in Bildungsverbünden gehört. Im Hinblick auf die schulinterne Arbeit erfordert das heutige Schulleitungsverständnis innerhalb einer Schule die Arbeit in einem multiprofessionellen Netzwerk.

Konkret bedeutet das, dass Schulleitung Folgendes im Blick haben und auch selbst dafür einstehen muss:

  • Schulklima der gegenseitigen Achtung, Akzeptanz, Freundlichkeit und Wertschätzung: sich Wohlfühlen in der Schule für alle; sozialer Raum, in dem alle mit Freude lernen und arbeiten
  • Selbstwirksamkeit als Leitgedanke der Schulentwicklung: Förderung von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein bei Kolleg/inn/en und Schüler/innen
  • hohe Eigenverantwortlichkeit in allen Bereichen der Schule im Rahmen des Schulprogramms
  • „gute Schule“ als Lern- und Lebensort der Schüler/innen und als Arbeitsplatz aller Kolleg/inn/en
  • demokratische, transparente und „gerechte“ Leitungs- und Führungsstrukturen: Erweiterte Schulleitung – Teamfähigkeit
  • kooperativer Führungsstil
  • Führen mit gemeinsamen Zielen
  • Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ideen
  • Fördernd und unterstützend wirken – Prinzip Vertrauensvorschuss gewähren
  • Bewusstseinsstärkung von der Bedeutung der Verantwortung jeder/s einzelnen Kollegen/in für die Weiterentwicklung der Schule stärken
  • Teamarbeit: alle Lehrer/innen arbeiten in Klassenlehrkräfteteams,
    Projektteams usw.
  • hohe organisatorische Zuverlässigkeit und Gründlichkeit in der schulischen Arbeit
  • Schuljahresplanung ausgehend von der Planung der Kollegen/inn/en
  • Aktive, sachkundige und wirksame Sicherung der Ressourcen der Schule im Bereich der personellen und sächlichen Ausstattung
  • aktive, gute und wirksame Außenvertretung sowie Außendarstellung der Schule

 

Die dazu in der Johanna-Eck-Schule vorhandenen tragenden Säulen sind

  • Integration unterschiedlicher Schüler/innengruppen als durchgängiges Prinzip
  • hoher Stellenwert der Schüler/innen – Verantwortung
  • Soziales Lernen als Unterrichtsfach
  • Projektarbeit
  • umfassende und individuelle Förderung und Betreuung der einzelnen Schüler/innen ausgehend von ihren Stärken und Schwächen
  • Unterstützung zur Erlangung des bestmöglichen Schulabschlusses für jede/n
  • umfassende Berufs- und Studienorientierung sowie –vorbereitung
  • umfängliche Kooperationen
  • Netzwerkarbeit
  • Sport und kulturelle Bildung
  • Elternarbeit

 

Das Verständnis des Kollegiums zum Thema ‚gute Schulleitungsarbeit‘ ist geprägt von den bisher gemachten Erfahrungen. Die auf einer Gesamtkonferenz von den Kolleginnen und Kollegen dazu geäußerten Erwartungen sind folgende:

„Tür offen
ansprechbar
Vertrauen
Spielraum zu eigenverantwortlichem Handeln
Wertschätzung öffentlich – Kritik im persönlichen Gespräch
Solidarität, Unterstützung
Transparenz
Unterstützung im Alltäglichen
Humor
Verständnis für schulischen Alltag
niedrigschwellige Hierarchie
gute Kontakte zur Schulaufsicht
Rückgrat
Unterstützung aller Projekte
Unterstützung bei der Arbeit
Präsenz im Lehrerzimmer
weitere Einbindung der Schüler/innen
Schule stellt sich allen Problemfeldern
Kreativität im Vorgehen
gesunder Menschenverstand im Umgang mit Behörden und Vorschriften
Kompetenz, Konkurrenz zulassen zu können
rhetorische Kompetenzen
Mut zum Delegieren, kein Kontrollzwang”