Stipendium für ein High-School-Jahr nach der 10. Klasse

JES-Schülerinnen aufgepasst: In diesem Programm, das als Vollstipendium in beide transatlantischen Austausch-Richtungen von den nationalen parlamententarischen ‚Kammern‘  (auf deutscher Seite Deutscher Bundestag, nicht jedoch Bundesrat; auf amerikanischer Seite der U.S.-Congress, also Senat und House of Representatives) voll-finanziert wird, absolvieren die Stipendiat*innen  jeweils ein um politische Programm-Punkte erweitertes Schuljahr im jeweils anderen Land (für in Deutschland lebende Schüler*innen also in den U.S.A.)  und haben sowohl eine*n Entsende-Paten*in im eigenen Land als auch eine*n Aufnahme-Paten der jeweiligen nationalen Abgeordneten im Gastland U.S.A., wo man in einer Gastfamilie lebt. Bewerbungschancen für motivierte ISS-Schüler*innen sind in diesem Programm wirklich gut, weil der Bundestag ihre Teilnahme-Quote erhöhen möchte.

Da bisher die übergroße Mehrheit der Bewerbungen von Schüler*innen für dieses Programm/Stipendium aus Gymnasien kommen, sich die Mitglieder des deutschen Bundestags, die die Patenschaften übernehmen, aber einen deutlich größeren Anteil Bewerbungen von Schüler*innen aus Sekundarschulen/Gesamtschulen wünschen, sind die individuellen Erfolgschancen dieser Bewerbungen  besonders aussichtsreich. Der Bewerbungszeitraumläuft von Anfang Mai bis Anfang September 2020 für die Ausreise im Schuljahr 2021/22. Wer als jetzt in der 9. Klasse ist und mit diesem Programm/Stipendium in die U.S.A. möchte, muss sich DIESEN Sommer schon bewerben, um nach der 10. Klasse teilnehmen zu können..

Nicht selten nehmen dabei Familien, aus denen eine Tochter oder ein Sohn das kommende Schuljahr im Ausland verbringt, im gleichen Jahr eine*n Gastschüler*in auf; oder es steigt umgekehrt mit der  Aufnahme einer Gastschülerin bzw. eines Gastschülers das Interesse an einem Auslandsschulbesuch nach der 10. Klasse. Leider ist nur wenigen ISS-Schüler*innen bekannt , dass man zur Zeit der Ausreise NICHT unbedingt Schüler*in einer Schule sein muss und das High-School-Jahr auch Schüler*innen offensteht, die mit dem MSA die Schullaufbahn abschließen und nach dem Amerika-jahr eine Berufsausbildung beginnen wollen. Das ist einerseits schade, aber andererseits für die einzelnen Bewerber*innen von Integrierten Sekundarschulen ein echter Vorteil:

Die Schüler*innen, die ein Stipendium gewinnen, verbringen ihr High-School-Jahr an verschiedenen Schulen in unterschiedlichen Bundesstaaten der U.S.A. , wo sie nicht selten die/der einzige ausländische Gastschüler/in sind und dadurch besonders unterstützt werden. Außerdem werden die Programm-Teilnehmer*innen von einer professionellen interkulturellen Organisation betreut, die auch geeignete Gastfamilien für die Gastschüler*innen aus Deutschland suchen.

Wichtig für JES- Schüler*innen: Auch ihr könnt euch individuell für dieses vollfinanzierte PPP-Stipendium/High School-Year bewerben. Es ist nicht nur für Gymnasiasten, wie viele irrtümlich meinen. Details zu Programm und Stipendium könnt Ihr „googlen“, auf der Website des Deutschen Bundestags recherchieren oder in der Verwaltung eurer JES  erfahren.

Es gibt auch noch weitere  Programme:  für andere Länder, für kürzere Zeiträume, eventuell auch mit Teilstipendien oder „auf Gegenseitigkeit“ (mit Aufnahme eines Gasts aus einem anderen Land). Eure Schule unterstützt euch bei euren Bewerbungen zu allen Programmen: mit den für die Bewerbung einzureichenden verlangten Gutachten, Tipps für eure Bewerbungsunterlagen und Ratschlägen für die Auswahlgespräche  die euch bei eurer Bewerbung aktiv unterstützt. Die Bewerbungsfrist des 37. PPP  zur Ausreise im Schuljahr 2020/21 ist schon abgelaufen.

Für andere Programme ist der Vorlauf kürzer und die Bewerbung auch für das kommende Schuljahr, also auch für Schüler*innen des 10. Jahrgangs zum Teil noch möglich.