Kommunikations-Regelungen an der Johanna-Eck-Schule für den eingeschränkten Schulbetrieb

Liebe Eltern/Erziehungsberechtigte! Liebe Schüler*innen!

(mitlesend: Liebe Kolleg*innen! Liebe Kooperationspartner*innen unserer Schule!)

Unsere wichtigste Nachricht zum Thema Coronavirus und Umsetzung der vom Berliner Senat beschlossenen Schulschließungen vom 17. März 2020 bis mindestens zum Ende der diesjährigen Osterferien vorweg: Es wurden bisher für die Johanna-Eck-Schule weder  Infektionsfälle noch Verdachtsfälle für unsere Schule gemeldet. Da diese in den zurückliegenden Wochen meldepflichtig wurden, haben Schulen von Erkrankungs- oder Quarantänefällen nicht nur durch die Betroffenen selbst, sondern auch durch das jeweils zuständige Gesundheitsamt erfahren. Eine solche Meldung ging bei uns bisher nicht ein. Sollte es in den kommenden Wochen noch zu Erkrankungen kommen, ist sehr wahrscheinlich, dass die Infektion nicht an der JES geschah. Wir sind dafür dankbar und versichern gleichzeitig die anderen Schulgemeinschaften, die jetzt mit größeren Problemen umgehen müssen, unserer Solidarität und wünschen allen Betroffenen einen milden Verlauf  und gute Genesung!

Für unsere Schulorganisation der nächsten Wochen sind einige essentielle Regeln wichtig:

  1. Die Schulschließung bedeutet für Euch Schülerinnen und Schüler eine zeitweise und anlassbezogene Aussetzung der Präsenzpflicht, aber die Schulpflicht und Verpflichtung zum Lernen besteht – im eigenen Interesse des Bildungserfolgs unserer Schülerinnen und Schüler – auch in den „Corona-Wochen“ fort. Das heißt: es ist zu Hause in diesen Wochen nicht weniger Zeit für das Lernen aufzuwenden als in normalen Schulwochen mit Unterrichtszeit und häuslicher Lernzeit zusammen notwendig ist, um den angebotenen Lernstoff zu bewältigen. Hinzu kommt Zeitaufwand für die Kommunikation mit der Schule (Klassenleitung), die sonst im Unterricht, in den Pausen und vor/nach dem Schultag stattfindet.

 

  1. Wegen der Untersagung von Präsenz-Unterricht aus Gründen des Gesundheitsschutzes findet an unserer Johanna-Eck-Schule JES sogenannter „eingeschränkter Lehrbetrieb“ statt, der sich im Wesentlichen auf elektronische Kommunikation auf verschiedenen Kanälen stützen wird. Es besteht eigene Verantwortung in Sachen Erreichbarkeit für Nachrichten.

 

  1. Der eingeschränkte Lehrbetrieb in diesen Wochen des (in vielen Ländern der Welt erprobten und bewährten!) „Home-Learning“ verlangt ein erhöhtes Maß an Eigenverantwortlichkeit der Schüler*innen – mit Unterstützung ihrer Erziehungsberechtigten -und deutlich mehr häuslichen Fleiß als in Unterrichtswochen, um die für die jeweiligen Fächer und Klassenstufen im Rahmenplan festgelegten Lernziele bis zum Schuljahresende trotz Unterrichtsfreier Zeit erreichen zu können!

 

  1. Alle diesbezügliche Kommunikation bezüglich des von Lehrkräften unterstützten Home-Learning, sowie notwendige administrative Kommunikation läuft an unserer JES unter dem Titel „Johanna@Home“ über die bewährten Kommunikationskanäle der Schulgemeinschaft (z.B. Elternnachrichten via WebUntis, die i in Kürze freigeschaltete Website und die nun auch an unserer Schule für Schüler*innen eingerichtete Austausch-Plattform für Lehr- und Lerninhalte „Lernraum“).

 

  1. Da nicht alle Familien über einheitliche elektronische Kommunikationskanäle verfügen, werden Informationen aller Art, in den kommenden Wochen über mindestens zwei Kanäle erhältlich sein; wovon jeweils einer z.B. über die Elternvertreter laufen kann, einer direkt an die jeweilige Zielgruppe.

 

  1. Die elektronische Kommunikation zwischen zu Hause und der Schule verlangt von unseren ehrenamtlich engagierten Elternvertreter*innen erhöhten Zeitaufwand, dessen wir uns als Schule bewusst sind, und den wir so sparsam wie möglich beanspruchen wollen. Bitte nehmen auch Sie als Erziehungsberechtigte darauf Rücksicht und fragen Sie möglich wenig individuell nach. Für Sie selbst ist ein Anruf jeweils vielleicht „…nur eine kurze Nachfrage“, für die Elternvertreter*innen kann es (mit 26 in der Regel auch selbst erschließen kann. Gleiches gilt für Rückfragen bei Lehrkräften.

 

  1. Der Schule als Behörde, also unserer JES sind aus datenschutzrechtlichen Gründen bestimmte Kommunikationswege – wie etwa What’s App – verboten, die Schüler*innenschaft und Elternschaft aber für Kommunikation untereinander nutzen können, dürften und evtl. auch sollten.

 

 

  1. Des Weiteren sind uns Kommunikationswege organisatorisch nicht möglich, die Sie zwischen Familien – auch ohne persönlichen Kontakt – nutzen können: Wer nicht über elektronische Kommunikationslinien oder zum Beispiel nicht über Möglichkeiten des häuslichen Ausdruckens von zugesandten Arbeitsunterlagen verfügt, trifft bitte innerhalb der Klasse eine Vereinbarung, wer zum Beispiel bereit ist, Arbeitsblätter doppelt auszudrucken und in der Nachbarschaft eben in den Briefkasten eines/einer Mitschüler*in zu stecken. Wir appellieren hier ausdrücklich an die Solidarität in unserer Schulgemeinschaft, bzw. der jeweiligen Klassengemeinschaft; womit gemeint ist zu helfen und auch: diese Hilfsbereitschaft nicht auszunutzen oder gedankenlos überzustrapazieren. Das  Ehrenamt der Elternvertretung ist weder als ehrenamtliches Call-Center noch als gemeinnütziger Copyshop gedacht.

 

  1. Schulleitung, Lehrkräfte und unsere Verwaltung sind in dieser Schließungs-Zeit im Dienst, jedoch unabhängig von ihren üblichen Unterrichts- bzw. Bürozeiten. Beschränken Sie bitte individuelle Anfragen auf das unvermeidbare Maß, damit sich die Schule dem erhöhten organisatorischen Aufwand derjeweiligen Aufgaben stellen kann; und warten Sie im Zweifelsfall für allgemeine Fragen auch auf allgemeine Information von Schulseite, in der Regel durch die Klassenleitung Ihres Kindes.

 

  1. Administrative Anfragen – etwa für Schulbescheinigungen – stellen Sie bitte ausschließlich per Mail an das Schulsekretariat und so rechtzeitig, dass der behördliche Postweg von uns zu Ihnen für die Wahrnehmung Ihrer Termine/Einreichung von Unterlagen bei der anfordernden Behörde ausreichend Zeit lässt. Schülerausweise werden in dieser Zeit nicht ausgestellt, da die üblichen Nutzungsmöglichkeiten dafür ohnehin nicht gegeben sein werden. Die Verwaltungskräfte werden zeitweise ebenso im „Home-Office“ arbeiten, dann aber natürlich nicht telefonisch erreichbar sein.

 

  1. Da der Fortgang der „Coroanavirus“-Krise noch nicht absehbar ist, kann es zu weiteren Einschränkungs-Verfügungen, bzw. zu Verlängerungen von Schulschließungen durch die zuständige Senatsverwaltung kommen. Bitte informieren Sie sich in jedem Fall in diesen Wochen – mit seriösen (!) Nachrichtenquellen – über allgemeine Vorschriften und beachten Sie diese auch im Hinblick auf das „Home-Learning“. Gültig und für Sie und uns bindend sind immer nur die amtlichen Verfügungen und Mitteilungen, die wir Ihnen jeweils übermitteln. Verzichten Sie bitte auch auf die Weitergabe oder Initiierung von ungeprüften Nachrichten, Mutmaßungen und Mitteilungen, die mehr Unklarheit als Klarheit erzeugen oder in Nachrichtenketten ungutes Eigenleben entwickeln.

 

  1. Manches Neues/Ungewohntes werden wir in diesen Wochen erstmals ausprobieren müssen, anderes – im Normalbetrieb der Schule schon Bewährtes – auf die neue Situation übertragen. Dabei wird nicht alles sofort perfekt funktionieren. Schule ist eine primär auf Präsenz ausgerichtete Organisationsform und muss die Organisation von „Home-Learning“ auch selbst erst lernen und einüben.

Sie sehen, es kommt herausfordernde, aber auch chancenreiche Zeit auf alle Beteiligten zu. Lassen Sie uns diese gemeinsam und im Sinne der „neuen JES“ partizipativ nutzen: Stellen Sie gerne interessante Materialien zur Verfügung, die zu Hause mitgenutzt werden können, weisen Sie auf interessante Dokumentationen in den Medien hin und schicken entsprechende elektronische „Links“. Wer weiß, was wir dabei alles Interessantes entdecken;  und dabei gewinnen, was sich auch nutzen lässt, wenn wieder „normale Zeiten“ einkehren.

Unsere Schulgemeinschaft hat in den letzten Monaten auf vielfältige Weise Bereitschaft und Talent gezeigt, auf besondere Herausforderungen zu reagieren und Krisen als Chancen zu nutzen und ist damit vielleicht in der einen oder anderen Hinsicht sogar besser gewappnet für die kommenden Wochen als manches „Flaggschiff“ der Schullandschaft, das sich vor allem auf Routine versteht.. Ich bin sicher, wir schaffen es gemeinsam, alle Klippen der kommenden Zeit sicher zu umschiffen und unsere „Johanna“ sicher in den Hafen zu bringen.

Mit herzlichem – und ausdrücklich ermutigendem, optimistischem – Gruß

gez. Engin Çatik

Schulleitung

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